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Selber Brot backen wie vom Bäcker

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“Brot backen” – Alles was du dazu wissen solltest

Backschule

Brot , Kartoffelbrot

Das eigene Brot backen, war für mich schon immer ein Highlight. Ich weiß auch nicht warum, aber vor dem Brot backen hatte ich einfach richtigen Respekt. Wie sollte man den von zu Hause mit einem herrlich, saftigen Holzofenbrot vom Bäcker mithalten können? Ich habe mich so an einigen Broten versucht. Meist klassisch mit einer Kuchenform und einem schnellen Brotteig. Das Ergebnis war dementsprechend. Es war nicht schlecht, nein. Aber einfach kein richtiges Brot. Ein Brot, das man schon beim Aufschneiden so schön knacken hört und so toll nach Getreide riecht. Das Außen eine schöne Kruste hat und innen luftig leicht ist.

Eins weiß ich heute. Zeit ist die wichtigste Rolle beim Brot backen. Zeit macht den Teig bekömmlicher und bringt mehr Geschmack ins Brot. Ein schöner Nebeneffekt, durch die Zeit braucht man weit weniger Hefe zum Backen, den sie vermehrt sich von ganz alleine. Was das Brot viel gesünder und bekömmlicher macht. Aber nur, weil es etwas Zeit braucht, heißt es nicht das es deswegen aufwändiger wäre. Es lässt sich super in den Alltag integrieren. Es ist ganz simpel, du bereitest an dem einen Tag deinen Brotteig vor und am nächsten Tag backst du es. Ich mache meist meinen Brotteig am Abend und lasse ihn über Nacht gehen. Am nächsten Morgen backe ich es dann. 

Heute möchte ich euch ein paar Tipps zum Thema Brot backen sowie ein Rezept für leckeres Kartoffelbrot mitgeben. Saftig, locker und eine lange Frischhaltung, die Eigenschaften des Kartoffelbrotes.

Auf Instagram in den Highlights findet ihr bei mir ein kleines Video passend zum Thema. Dort seht ihr Schritt für Schritt wie ich beim Brot backen verfahre. @Küchenstübchen

Dinkel – Kartoffelbrot

mittel

  • Vorbereitungszeit:
    15 Minuten
  • Ruhezeit:
    8 Stunden
  • Backzeit:
    55 Minuten
  • Gesamtzeit:
    9 Stunden 10 Minuten

Zutaten

1 Portionen
250 g Kartoffeln ungekocht abgewogen
6 g Hefe frisch
12 g Salz
300 ml Wasser
200 g Dinkelmehl 630
300 g Weizenmehl 550

Zubereitung

  1. Die Kartoffel abwiegen und in einem Topf für ca. 20 Minuten kochen. Danach auskühlen lassen und schälen. Mithilfe einer Kartoffelpresse die Kartoffeln zerkleinern.
  2. Die frische Hefe (sie sollte nicht zu alt sein. Mindestens 2 – 3 Wochen vor dem Ablaufdatum) in dem Wasser auflösen.
  3. Mehle, Kartoffeln, Salz und Hefewasser in eine Schüssel geben und gut mit dem Knethaken der Rührmaschine oder von Hand kneten. Bis eine homogene Teigmasse entstanden ist. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und für ca. 6- 8 Stunden auf die Seite stellen.
  4. Nach der Gehzeit den Teig gut durchkneten und zu einer Runden Form (Brotform) formen. Die Schüssel diesmal mit dem Küchentuch auslegen und den Teigling in die Schüssel geben. Dort nochmal 2 – 3 Stunden gehen lassen.
  5. Den Backofen mit einem gusseiserne Topf auf 245 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Der gusseiserne Topf braucht ca. 1 Stunde bis er komplett heiz geworden ist. Nach dieser Zeit den Topf herausnehmen, Achtung sehr heiß! Mit einem angefeuchtetem Backpapier auslegen und den aufgegangen Brotleib mithilfe des Küchentuches in den Topf stürzen. Die Oberseite liegt dann unten. Deckel schließen
  6. Das Brot im Backofen dann bei 230 °C für ca. 45 – 55 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen und genießen.

Wie findest du das Rezept?

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Nützliche Helfer beim Brot backen

Für ein Brot braucht man nicht viel mehr, als das was die eigene Küche hergibt. Dazu gehört eine Küchenwaage, Schüsseln, Stofftücher, ein Teigschaber, Backpapier, einen Ofenfesten Topf, am besten einen gusseisernen Topf und Ofenhandschuhe. Ich verwende meist meine Küchentücher. Die kommen dann immer zum Abdecken der Schüssel zum Einsatz und zum Teig gehen lassen. Dort lege ich ein Tuch in die Schüssel, bemehlt es etwas. Damit lässt sich später der Brotteig gut in den heißen Topf stürzen.

  • Das Backpapier feuchte ich immer vor dem Backen an. Das Backpapier dafür einfach wie einen Spülschwamm unter das Wasser halten. Es saugt sich voll und lässt sich flexibler formen. Bevor ich den Brotteig in den Topf stürze, lege ich den Topf immer mit dem nassen Backpapier aus. 
  • Durch das Backen in einem Gusseisentopf erhält man wunderschöne Ergebnisse. Wer öfters und gerne Brot backt sollte sich einen zulegen. Man kann nicht nur ausgezeichnet darin backen, nein auch zum Kochen eignet er sich prima. Der Topf sollte über einen Deckel verfügen, da dieser für den Backvorgang benötigt wird. Der Gusseisentopf wird vor dem Backen bei 245 °C für 30 min. aufgeheizt. Dann nimmt man den Topf aus dem Ofen, nimmt den Deckel ab und legt das Brot mit dem Backpapier in den Topf. Schließt den Deckel und backt das Brot für ca. 45 – 55 Minuten bei 235 °C Ober-/Unterhitze. 

Zutaten

Für ein gutes Brot braucht man nicht viel, außer Mehl, Salz, Hefe und Wasser.

  • Ich verwende gerne zum Brot backen Weizenmehl Typ 550, Dinkelmehl Typ 630, Dinkelvollkornmehl, Roggenmehl Typ 1150 und Roggenvollkornmehl.
  • Ich verwende handelsübliches Salz, das ich meist vor dem Backen in einem Teil des Wassers auflöse.
  • Beim Wasser achte ich darauf das es kalt ist. Fülle mir die Gesamtmenge immer in zwei Gläser, da ich in dem einen das Salz, das zum Backen benötigt wird, auflöse und dem anderen gebe ich die Hefe zu.
  • Die Hefe sollte immer frisch und bei Raumtemperatur sein. Deswegen die Hefe vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen. Da nur sehr wenig Hefe benötigt wird, lagere ich den Rest in einem kleinem Gläschen mit Deckel auf. Da hält sie sich sehr lange.

In meiner Backschule gibt es noch ein extra Beitrag zum Thema Hefe. Wieso ich so wenig Hefe benötige und wie dir der perfekte Hefeteig gelinkt.

Also ran an euer eigenes Brot und zaubert in euer Zuhause diesen herrlichen Duft von frisch gebackenem Brot. 

Eure Sandra

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