Donauwellen Tiramisu ist die Donauwelle, für die ich den Ofen gar nicht erst anmache. Unten Löffelbiskuit in Kirschsaft, dazu Schattenmorellen und Pudding-Buttercreme, oben Schokolade mit Welle. Vor der Welle hatte ich ehrlich gesagt Respekt. Hat dann auf Anhieb geklappt.
Mein Donauwellen Tiramisu ohne Backen bereitest du am besten am Vortag vor. Den Pudding kochst du abends, am nächsten Tag schichtest du in einer halben Stunde, und dann darf alles ein paar Stunden durchkühlen.











Bei der echten Donauwelle liegt der dunkle Teig über dem hellen. Das wollte ich im Tiramisu auch sehen. Deshalb tunke ich die untere Lage Löffelbiskuits in den Kirschsaft aus dem Glas und die obere in Kakaomilch, damit du beim Anschneiden hell und dunkel übereinander hast und die Kirschen schön dazwischen liegen. Fast wie vom Blech. Wer die gebackene Version lieber mag, findet meine Donauwelle nach Omas Originalrezept vom Blech natürlich auch hier.
Bei der Creme war mir eins wichtig: dicke Schichten. Richtig dicke. In manchen Rezepten stecken dafür 350 g Butter und 100 g Zucker. Das war mir zu viel, zumal die Biskuits, die Schattenmorellen und die Schokolade ja schon ordentlich süßen. Bei mir sind es 300 g Butter und 70 g Zucker auf 700 ml Milch. Die Menge passt genau. Weniger hätte es nicht sein dürfen.
Meine Auflaufform misst innen etwa 26 x 20 cm. Nimmst du eine größere, werden die Schichten dünner.


Die eigentliche Wartezeit bei diesem Rezept ist der Pudding. Bis er Zimmertemperatur hat, vergehen locker 1,5-2 Stunden. Koch ihn deshalb einfach am Abend vorher, stell ihn über Nacht in den Kühlschrank und hol ihn am nächsten Tag früh genug wieder raus, denn Pudding und Butter müssen beim Aufschlagen gleich warm sein, sonst gerinnt die Creme. Mehr Planung braucht es nicht.
Oft steht im Rezept, man soll die Löffelbiskuits nur mit der Zuckerseite eintunken. Ich mach das von beiden Seiten. Ganz kurz. Die Buttercreme gibt, anders als Mascarpone, kaum Feuchtigkeit an die Biskuits ab, und so bleibt die Mitte nicht trocken.
Die Schokolade gießt du auf das kalte Tiramisu. Dann heb die Form an und kipp sie hin und her, so verteilt sich der Guss fast wie eingestrichen. Auf der kalten Creme zieht die Schokolade schnell an, bei mir war sie nach etwa zwei Minuten so weit. Jetzt nicht trödeln. Mit einer gezackten Teigkarte ziehst du vorsichtig die Wellen rein, und zwar wirklich vorsichtig, weil sonst die helle Creme durchkommt und man sie oben sieht. Meine Teigkarte hab ich in der Mitte durchgeschnitten. Eine ganze war mir für eine Hälfte der Form zu breit, und für die zweite Seite hätte sie dann nicht mehr gepasst. Halbiert ziehst du zwei saubere Bahnen. Ist wunderschön geworden.


Ein klassisches Tiramisu hat Mascarpone. Dieses hier nicht. Zur Donauwelle gehört für mich die Buttercreme aus Vanillepudding, und genau die wird im Kühlschrank so fest, dass du saubere Stücke aus der Form heben kannst. Weil der Pudding gekocht wird, sind auch keine rohen Eier drin.
Wem Buttercreme zu mächtig ist, der kann sich meine Donauwelle ohne Buttercreme anschauen. Dort steckt eine Sahne-Pudding-Creme drin. Im Tiramisu hab ich die allerdings noch nicht ausprobiert.
Unbedingt. Über Nacht wird die Creme richtig fest, und die Biskuits ziehen gut durch. Abgedeckt hält es im Kühlschrank 2-3 Tage.
Das passiert, wenn Pudding und Butter nicht gleich warm sind. Ist die Creme zu kalt, halt die Schüssel kurz über ein warmes Wasserbad und schlag weiter. Zu warm? Dann 10 Minuten in den Kühlschrank und nochmal aufschlagen.
Schattenmorellen aus dem Glas. Den Saft brauchst du zum Tunken der unteren Biskuitlage. TK-Sauerkirschen gehen auch, dann fehlt dir aber der Saft, und du nimmst zum Tunken Kirschsaft aus der Flasche.
Klar. Schneid es in Stücke, frier sie einzeln vor und pack sie dann in eine Dose. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Bestimmt, dann wird es aber eher ein Kirsch-Tiramisu als eine Donauwelle. Ich bleib hier bei der Pudding-Buttercreme.
Wenn du nach dem Donauwellen Tiramisu noch nicht genug hast, probier mein Zitronentiramisu, das ist frisch und zitronig und damit fast das Gegenteil. Mit Kokos geht es beim Raffaello Tiramisu ohne Ei weiter, und wer Haselnuss mag, landet beim Kinder Bueno Tiramisu. Noch mehr Kühlschrankkuchen gibt es mit meinem Kuchen ohne Backen mit Keksboden und Pudding. Und falls dich die Donauwelle nicht loslässt: In der Weihnachtszeit backe ich sie als Donauwellen Plätzchen.
Du hast mein Rezept ausprobiert? Dann freue ich mich über eine Bewertung oder ein Kommentar!