Gute Drinks sind wie gehobene Küche im Glas – ein moderner Lifestyle, der längst in unsere eigenen vier Wände eingezogen ist. Statt klebriger Sirup-Bomben mixen wir heute lieber smarte, hochwertige Kreationen an der eigenen Hausbar. Mein Pink Negroni ist der beste Beweis dafür: Mit feinem Lillet, spritziger Limette und frischer Orange bringt er eine herrlich leichte, blumige Note ins Glas, die perfekt zum Anstoßen auf dem Balkon passt.

Der klassische Negroni ist weltberühmt, aber auch ein echtes Schwergewicht: Zu gleichen Teilen aus Gin, rotem (süßem) Wermut und bitterem Campari gemischt, ist er für viele Einsteiger oft zu bitter und stark.
Hier kommt der Pink Negroni ins Spiel! Indem wir den schweren roten Wermut durch feinen, floralen Lillet Blanc (oder optional Lillet Rosé) ersetzen, bekommt der Cocktail eine völlig neue Leichtigkeit. Er schmeckt süßlicher, blumiger und verliert die schwere Bitternote.
Der Küchenstübchen-Twist: Während der Pink Negroni in Bars oft nur gerührt wird, fügen wir frischen Limetten- und Orangensaft hinzu und shaken ihn kalt. Dadurch verwandelt sich der Drink in einen genialen Cocktail-Sour, der herrlich spritzig und fruchtig schmeckt.


Gin ist die Seele dieses Drinks. Seinen charakteristischen Geschmack erhält er durch die Destillation von Getreidealkohol mit Wacholderbeeren und verschiedenen Kräutern oder Früchten (den sogenannten Botanicals). Da billiger Gin oft brennt oder künstlich schmeckt, lohnt es sich hier, auf Qualität zu setzen.
Verwende für diesen Drink am besten einen klassischen Dry Gin oder London Dry Gin. Extrem parfümierte Gins mit starken Gurken- oder Rosenaromen können das feine Lillet-Aroma schnell übertönen.
Die gehobene Barkultur ist längst kein Privileg exklusiver Lounges mehr – gutes Mixen ist wie Kochen im Glas und lässt sich mit ein paar Handgriffen wunderbar zu Hause zelebrieren. Damit deine Cocktailpartys und Mädelsabende ein voller Erfolg werden, kommen hier die wichtigsten Regeln für deine Hausbar:
Hast du nach dem Mädelsabend noch Gin übrig und fragst dich, was du außer dem klassischen Gin Tonic damit anstellen kannst? Gin ist ein genialer Teamplayer an der Bar. Hier sind die besten, einfachen Kombinationen für deine nächste Mix-Session:
Ja, absolut! Wenn du Lillet Rosé verwendest, wird die Farbe des Cocktails sogar noch ein kleines bisschen kräftiger pink. Geschmacklich bringt der Rosé dezente Noten von roten Beeren mit hinein, was wunderbar mit dem Campari harmoniert.
Ein klassischer Negroni besteht nur aus Alkohol und wird gerührt, damit er glasklar bleibt und nicht verwässert. Weil wir in diesem Rezept aber frischen, trüben Zitrus- und Orangensaft verwenden, muss der Drink geschüttelt werden. Nur so verbindet sich die Säure des Saftes homogen mit dem Alkohol und es entsteht diese herrlich eiskalte, leicht schäumende Textur.
Für eine alkoholfreie „Virgin“-Variante kannst du den Gin durch einen alkoholfreien Gin-Ersatz ersetzen. Statt des Lillets nutzt du eine alkoholfreie Weißwein-Alternative oder hellen Traubensaft mit einem Spritzer Tonic Water, und statt des bitteren Camaris nimmst du einfach einen alkoholfreien italienischen Bitter-Aperitif (wie Sanbitter oder Crodino).
Du hast mein Rezept ausprobiert? Dann freue ich mich über eine Bewertung oder ein Kommentar!
Laura Krone
27. Aug.. 2023, 15:58 UhrWir wollen einen Mädelsabend machen und dabei Cocktails mixen. Gut zu lesen, dass nicht jeder Gin dafür geeignet ist. Ich werde als nochmals einkaufen gehen.