Holunderblütensirup mache ich immer selbst – und zwar nur nach dem Rezept meiner Oma. In 10 Minuten vorbereitet und in 5 Minuten gekocht, ist er schnell gemacht und schmeckt genau so wie man ihn kennt. Ich habe immer eine Flasche selbstgemachten Holunderblütensirup im Kühlschrank stehen – perfekt für Wasser, Sekt oder einen schnellen Hugo.
Zutaten
10Holunderblütendolden
1,5LWasser
1kgZucker
1Bio-Zitrone
40gZitronensäureoder alternativ 200 ml Zitronensaft
Zubereitung
Blütendolden vorsichtig ausschütteln, um kleine Insekten zu entfernen. Die Dolden anschließend, wenn sie besonders verschmutzt sind, vorsichtig in stehendem Wasser schwenken. Dabei geht allerdings Blütenstaub und somit auch Aroma für den Holunderblütensirup verloren.
Dolden auf Küchenpapier abtropfen lassen, die groben Stiele abschneiden sowie ungeöffnete Blüten abzupfen, da diese bitter schmecken. Zucker mit 2 l Wasser zu Sirup aufkochen.
Zitrone waschen, trocken reiben und in Scheiben schneiden. Zitronenscheiben, Zitronensäure oder Zitronensaft (Siehe Beitrag ersetzt für Zitronensäure) und Holunderblüten in eine große Schüssel geben und mit dem Zuckersirup übergießen. Ansatz abkühlen und zugedeckt an einem dunklen, kühlen Ort 3-4 Tage ziehen lassen.
Ein Sieb mit einem sauberen Geschirr- oder Passiertuch auslegen und Ansatz über einem Topf abseihen. Kurz aufkochen, Holunderblütensirup noch heiß in saubere Flaschen füllen und fest verschließen.
Holunderblütensirup wie von Oma: Mit diesem traditionellen Landfrauen-Rezept holst du dir den puren, fruchtig-floralen Geschmack des Frühsommers ganz einfach nach Hause im Glas!
Blütendolden vorsichtig ausschütteln, um kleine Insekten zu entfernen. Die Dolden anschließend, wenn sie besonders verschmutzt sind, vorsichtig in stehendem Wasser schwenken. Dabei geht allerdings Blütenstaub und somit auch Aroma für den Holunderblütensirup verloren.
Dolden auf Küchenpapier abtropfen lassen, die groben Stiele abschneiden sowie ungeöffnete Blüten abzupfen, da diese bitter schmecken. Zucker mit 2 l Wasser zu Sirup aufkochen.
Zitrone waschen, trocken reiben und in Scheiben schneiden. Zitronenscheiben, Zitronensäure oder Zitronensaft (Siehe Beitrag ersetzt für Zitronensäure) und Holunderblüten in eine große Schüssel geben und mit dem Zuckersirup übergießen. Ansatz abkühlen und zugedeckt an einem dunklen, kühlen Ort 3-4 Tage ziehen lassen.
Ein Sieb mit einem sauberen Geschirr- oder Passiertuch auslegen und Ansatz über einem Topf abseihen. Kurz aufkochen, Holunderblütensirup noch heiß in saubere Flaschen füllen und fest verschließen.
Diese Zutaten brauchst du für Omas Holunderblütensirup
Für dieses traditionelle Landfrauen-Rezept brauchst du keine künstlichen Aromen, sondern nur eine Handvoll ehrlicher Zutaten. Oma wusste eben genau, wie man den puren Geschmack des Frühsommers einfängt:
Holunderblüten: Die wichtigste Zutat. Du brauchst voll aufgeblühte, duftende Dolden, die frisch gepflückt werden.
Zucker: Ganz klassischer Haushaltszucker sorgt für die Süße und die lange Haltbarkeit.
Wasser: Die Basis, um den aromatischen Sud anzusetzen.
Bio-Zitronen: Bringen Frische ins Spiel und balancieren die Süße perfekt aus.
Zitronensäure: Oma hat sie gern als natürlichen Frischekick und zusätzlichen Konservierer genutzt.
Wo du Holunderblüten findest – und worauf du beim Sammeln achten solltest
Das Beste an diesem Rezept: Die Hauptzutat gibt es völlig kostenlos in der Natur! Holundersträucher blühen meist von Mai bis Juli an Waldrändern, in Parks oder an Feldrändern. Damit das beste Holunderblütensirup-Rezept auch gelingt, solltest du beim Sammeln drei goldene Regeln beachten:
Die richtige Ort: Pflücke die Dolden niemals direkt an viel befahrenen Straßen oder tief am Boden von beliebten Hundewegen, um Schadstoffe und Schmutz zu vermeiden. Wer Glück hat, hat einen Holunderbusch im eigenen Garten.
Die beste Uhrzeit: Sammle die Blüten am besten an einem sonnigen, trockenen Vormittag. Dann haben die Blüten den intensivsten Duft und das meiste Aroma.
Bloß nicht waschen: Schüttle die Dolden nach dem Pflücken nur vorsichtig aus, um kleine Käfer zu entfernen. Bitte niemals unter Wasser waschen! Der gelbe Blütenstaub (die Pollen) ist der absolute Geschmacksträger – wäschst du ihn ab, verliert der Sirup sein intensives Aroma.
Mein Tipp
Achte auf die großen, weißen Dolden und den intensiven Duft – ein bisschen wie Muskatwein gemischt mit Honig. Wichtig: Nur Blüten vom Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) verwenden!
Zitronensäure im Holunderblütensirup – oder auch ohne? Beide Varianten erklärt
In vielen alten Rezepten der Landfrauen wird Zitronensäure in Pulverform verwendet. Doch braucht man sie wirklich, wenn man Holunderblütensirup selber machen möchte? Das kommt ganz darauf an, was dir wichtig ist:
Die Variante mit Zitronensäure (Omas Geheimtipp): Zitronensäure (gibt es als Pulver im Backregal oder bei den Einmach-Zutaten) verleiht dem Sirup eine tolle, spritzige Säurekomponente, die perfekt mit dem süßen Aroma harmoniert. Zudem sorgt sie zusammen mit dem Zucker dafür, dass der Sirup extrem stabil bleibt und seltener kristallisiert oder verdirbt.
Die Variante ohne Zitronensäure: Wer komplett auf das Pulver verzichten möchte, ersetzt es einfach durch zusätzliche, frisch gepresste Bio-Zitronen. Der Sirup schmeckt dadurch etwas milder und natürlicher nach Frucht, ist allerdings in der Haltbarkeit minimal empfindlicher.
👉 Wenn du die Zitronensäure ersetzen möchtest gilt: 200 ml Zitronensaft ersetzen 40 g Zitronensäure.
Holunderblütensirup selber machen in 4 Schritten
Wie macht man Holunderblütensirup eigentlich genau? Keine Sorge, ein altes Rezept bedeutet nicht, dass es kompliziert ist – der Ablauf ist wunderbar unkompliziert:
Zuerst kochst du aus Wasser und Zucker ein klares Zuckerwasser (Simple Syrup) auf und lässt es komplett abkühlen. Schau hier auch mal in mein Grundrezept für weitere Hinweise.
Die ausgeschüttelten Holunderblüten werden zusammen mit Zitronenscheiben (und optional der Zitronensäure) in den kalten Sud eingelegt.
Der Ansatz muss nun abgedeckt an einem kühlen Ort für ein paar Tage ruhen, damit das Wasser den intensiven Blütengeschmack voll annimmt.
Nach der Ziehzeit wird die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder Tuch gegossen, nochmals kurz sprudelnd aufgekocht und sofort heiß in Flaschen abgefüllt.
Wie lange Holunderblütensirup ziehen muss – und warum
Geduld ist hier die wichtigste Geheimzutat. Damit die Blüten ihr feines, florales Aroma komplett an das Zuckerwasser abgeben können, sollte der Ansatz für ca. 3 bis 4 Tage (mindestens aber 48 Stunden) an einem kühlen, dunklen Ort ziehen.
Länger als 4 Tage solltest du ihn allerdings nicht stehen lassen: Nach einer gewissen Zeit fangen die grünen Stängel der Dolden an, bittere Stoffe abzugeben, die den feinen Geschmack übertönen würden. Die Devise lautet also: Gib den Blüten Zeit, aber verpasse den perfekten Moment zum Abseihen nicht!
Holunderblütensirup richtig abfüllen – so bleibt er lange haltbar
Damit dein selbstgemachter Sirup nicht nach kurzer Zeit zu schimmeln beginnt, ist absolute Hygiene beim Abfüllen Pflicht. Koche deine Glasflaschen und die Deckel vorab für 5 Minuten in kochendem Wasser aus, um alle Keime zu vernichten.
Gieße den Sirup direkt nach dem finalen Aufkochen kochend heiß mithilfe eines sauberen Trichters in die Flaschen und verschließe sie sofort. Stellt die Flaschen beim Einfüllen am besten auf ein Holzbrett oder ein Küchentuch – so verhindert ihr, dass das Glas durch den extremen Temperaturunterschied einen thermischen Schock bekommt und zerspringt.
Wofür ich Holunderblütensirup am liebsten verwende
Wenn du erst einmal ein paar Flaschen im Vorrat hast, wirst du merken, wie vielseitig das flüssige Gold ist. Hier sind meine absoluten Lieblings-Einsatzmöglichkeiten:
Der Sommer-Klassiker: Ein Schuss Sirup aufgegossen mit eiskaltem Mineralwasser und einer Scheibe Zitrone – die beste Erfrischung an heißen Tagen.
Für die Party: Perfekt für den beliebten „Hugo“! Einfach Prosecco, einen Schluck Holunderblütensirup, Mineralwasser, frische Minze und Eiswürfel im Glas mischen.
Im Sekt: Wertet jeden einfachen Schaumwein beim Sonntagsbrunch sofort geschmacklich auf.
In der Küche: Ein Teelöffel Sirup im Dressing für sommerliche Blattsalate oder über frischen Erdbeeren schmeckt einfach himmlisch.
Holunderblütensirup – warum er so gesund ist
Holunder wird schon seit Jahrhunderten in der traditionellen Hausapotheke geschätzt – nicht umsonst steht der Holunderstrauch seit jeher in fast jedem alten Bauerngarten. Auch wenn unser Sirup durch den Zucker natürlich eine süße Leckerei ist, bringt er dennoch eine ordentliche Portion Gutes aus der Natur mit:
Antiviral & schleimlösend: Die Inhaltsstoffe der Blüten können festsitzenden Husten lösen und typische Erkältungssymptome sanft lindern.
Immunsystem-Booster: In den zarten Holunderblüten stecken wertvolle ätherische Öle, reichlich Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe (wie Flavonoide), die den Körper bei der Abwehr von Erregern unterstützen.
Wohltuend für die Atemwege: Wenn der Hals kratzt, wirkt der Sirup wahre Wunder.
Mein Tipp für den Winter
Der Sirup schmeckt nicht nur eiskalt im Sommer! Holt euch in der kalten Jahreszeit einfach eine Flasche aus dem Vorrat und gießt einen großzügigen Schuss Sirup mit heißem (nicht mehr kochendem) Wasser auf. Als heißes Wohlfühl-Getränk wärmt es herrlich von innen und beruhigt die Atemwege.
Häufige Fragen zu selbstgemachtem Holunderblütensirup
Wie lange hält selbst gemachter Holunderblütensirup?
Durch den hohen Zuckergehalt und das heiße Abfüllen hält sich der ungeöffnete Sirup an einem kühlen, dunklen Ort (Keller oder Speisekammer) problemlos mindestens ein Jahr. Du kannst dich also den ganzen Winter über mit Sommer-Aroma versorgen.
Muss Holunderblütensirup in den Kühlschrank?
Solange die Flasche originalverschlossen und vakuumisiert ist, muss sie nicht in den Kühlschrank. Sobald du den Sirup jedoch angebrochen hast, gehört die Flasche in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Wochen aufgebraucht werden.
Kann ich Holunderblütensirup auch ohne Kochen machen?
Man kann die Blüten theoretisch auch in kaltem Wasser ansetzen und den Zucker kalt darin auflösen. Allerdings fehlt dann die keimtötende Wirkung des Aufkochens. Ein solcher „Kaltansatz-Sirup“ ist im Kühlschrank nur wenige Wochen haltbar und fängt sehr schnell an zu gären – für eine lange Vorratshaltung ist Omas Koch-Methode daher deutlich besser geeignet.
40gZitronensäure (oder alternativ 200 ml Zitronensaft)
Equipment
Einmachglas
Kochtopf
1
Blütendolden vorsichtig ausschütteln, um kleine Insekten zu entfernen. Die Dolden anschließend, wenn sie besonders verschmutzt sind, vorsichtig in stehendem Wasser schwenken. Dabei geht allerdings Blütenstaub und somit auch Aroma für den Holunderblütensirup verloren.
2
Dolden auf Küchenpapier abtropfen lassen, die groben Stiele abschneiden sowie ungeöffnete Blüten abzupfen, da diese bitter schmecken. Zucker mit 2 l Wasser zu Sirup aufkochen.
3
Zitrone waschen, trocken reiben und in Scheiben schneiden. Zitronenscheiben, Zitronensäure oder Zitronensaft (Siehe Beitrag ersetzt für Zitronensäure) und Holunderblüten in eine große Schüssel geben und mit dem Zuckersirup übergießen. Ansatz abkühlen und zugedeckt an einem dunklen, kühlen Ort 3-4 Tage ziehen lassen.
4
Ein Sieb mit einem sauberen Geschirr- oder Passiertuch auslegen und Ansatz über einem Topf abseihen. Kurz aufkochen, Holunderblütensirup noch heiß in saubere Flaschen füllen und fest verschließen.
Ich hoffe, dir hat das Kochen dieses Rezepts Spaß gemacht!