Backschule

Du brauchst Hilfe beim Backen? Dein Kuchen ist schon wieder nichts geworden? Deine Butter flockt oder dein Kuchen geht nicht aus der Form? Dann bist du hier genau richtig. Mit meinen Tipps und Tricks möchte ich euch hier in der Backschule weiterhelfen.

Backschule – Backtipps für Anfänger

Solltest du hier mal nicht fündig werden, dann schreib mich doch gerne an! Dieser Beitrag wird immer wieder erneuert.

Rezept nie nur überfliegen

Wie häufig dieser Fehler passiert, mag man kaum glauben. Lies dir immer ganz genau das Rezept durch, bevor du damit startest. Die wichtigsten Punkte dabei sind: Wie viel Zeit muss ich einplanen? Ist das Rezept zu kompliziert? Habe ich alle Zutaten zu Hause? Braucht der Teig Zeit zum Aufgehen oder kühlen? Muss ich bestimmte Zutaten aus dem Kühlschrank nehmen (Zimmerwarme Butter und Eier) ?

Sollte alles passen, kannst du loslegen.

Backformen immer eingefettet

Backformen immer einfetten, auch, wenn sie heute alle antihaftbeschichtet sind. Es kann dennoch die Gefahr bestehen, dass euer Kuchen sonst in der Form bleibt. Ihr könnt, wenn ihr wollt den Boden der Backform mit Backpapier auslegen, solltet ihr etwas an Fett sparen wollen. Ich persönlich finde dann auch immer etwas einfach den Kuchen aus der Form zu bekommen.

Ist es dann doch mal passiert, könnt ihr den Kuchen immer noch mit einem Löffel aus der Form heraus essen

Kuchen und Co. nicht sofort nach dem Backen aus dem Ofen nehme

Durch den zu hohen Temperaturunterschied von Backofen und Küche kann es passieren, dass euch eure Kuchen, Torten und Co. zusammenfallen. Deswegen den Kuchen immer kurz im Backofen“ auskühlen“ lassen. So fällt der Temperaturunterschied nicht mehr so groß aus. Ihr könnt, wenn ihr wollt, kurz vor Ende der angegebenen Backzeit den Backofen ausschalten und dann dort den Kuchen einfach etwas länger auskühlen lassen. So passiert es euch auch nicht, dass er euch austrocknet. 

Was tun, wenn die Butter flockt?

Ach, wer kennt das Problem nicht? Man ist gerade dabei einen leckeren Rührkuchen zuzubereiten und hat die Butter und den Zucker cremig gerührt und gibt die Eier nach und nach dazu und das Ganze fängt an flockig zu werden und man hat eine halb flüssige, halb feste Brühe in der Rührschüssel.

Das Problem: Die Eier waren zu kalt!

Was jetzt nur tun?

Man stellt die Rührschüssel in eine größere Schüssel mit warmem Wasser und schlägt weiter, bis alles zu einer cremigen Masse wird. Danach kann man weiter, wie im Rezept empfohlen, vorgehen.

Warum wird mein Rührkuchen speckig?

Sehr wahrscheinlich stimmt dein Fett zu Mehl Verhältnis nicht. Zu viel Fett oder zu wenig Mehl macht den Kuchen speckig. Vielleicht hast du den Kuchen auch zu früh aus dem Ofen genommen. Daher immer die Stäbchenprobe machen und mittig tief in den Kuchen piksen.

Wie wird mein Rührkuchen saftig?

Es gibt nichts Schlimmeres als trockenen Rührkuchen, oder? Gleichzeitig gibt es aber auch nichts Besseres als einen richtig saftigen Rührkuchen. Am liebsten noch warm und frisch aus dem Ofen. Aber wie wird mein Rührteig locker und schön saftig? Meine Oma hat mir vier Dinge verraten:

  1. Als Erstes die zimmerwarme Butter schön cremig rühren. Sie verbindet sich umso leichter mit dem Ei, umso schöner sie vor dem Vermengen aufgeschlagen wurde.
  2. Die Eier müssen nacheinander untergerührt werden. Und zwar jedes Ei für eine halbe Minute. Ja, hier ist Ausdauer gefragt, aber das Warten lohnt sich.
  3. Sahne statt Milch verwenden, denn die hat einen höheren Fettanteil und sorgt daher für mehr Saftigkeit.
  4. Backpulver und Mehl immer vor dem Unterrühren miteinander vermengen. So kannst du dir sicher sein, dass sich das Backpulver schön im Teig verteilt und er gleichmäßig aufgehen kann.

Der Mürbteig – Die wichtigsten Tipps für den perfekten Mürbteig

Damit dir dein Mürbteig nicht hart nach dem Backen wird, sondern richtig schön keksig, gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten.

Warum muss Mürbteig im Kühlschrank ruhen?

Ohne Kühlstellen lässt er sich oft nicht gut ausrollen, weil er z.B. zu weich und zu klebrig ist. Mürbteig aus dem Kühlschrank, der dann kurz Zimmertemperatur angenommen hat, lässt sich leichter verarbeiten. Das Ruhen soll außerdem dazu führen, dass sich die einzelnen Zutaten besser verbinden, also z.B. die Zuckerkristalle besser auflösen.

Kann man Mürbeteig über Nacht in den Kühlschrank stellen?

Es ist kein Problem, Mürbteig länger im Kühlschrank liegenzulassen. Er lässt sich perfekt vorbereiten und erst nach 2-3 Tagen verarbeiten. Mürbteig einzufrieren ist ebenfalls möglich. Am besten in nicht allzu großen Kugeln, damit sie schneller auftauen

Blindbacken, was genau ist das und warum sollte ich diesen Schritt beachten.

Blindbacken ist eine Technik zum Backen eines Teigbodens, der meist nachträglich noch gefüllt werden soll. Meist besteht der Teigboden aus einem Mürbteig. Man durchstößt mit einer Gabel mehrmals den Boden und belegt ihn mit einem Backpapier. Auf dem Backpapier verteilt man dann Hülsenfrüchte zum Beschweren. Diese sollen dann verhindern, dass der Boden zu sehr aufgeht. Diese „Blindfüllung“ wird dann nach dem entsprechenden Vorgang durch die eigentliche Füllung ersetzt. 

  • Wichtig ist, dass ihr nach dem Blindbacken den Boden gut auskühlen lasst, bevor ihr mit dem Belegen von Früchten oder Cremes anfangt.

Was kann ich zum Blindbacken verwenden?

Ihr könnt jegliche Art von Hülsenfrüchten verwenden. Zum Beispiel: Erbsen, Backerbsen, Reis und Linsen. Ihr könnt diese auch mehrmals verwenden. Diese dann einfach nach dem Blindbacken auskühlen lassen und in einem Schraubglas aufbewahren. 

Wie viel Hülsenfrüchte brauche ich zum Blindbacken?


Ich verwende meist 500g Hülsenfrüchte zum Blind backen. Ich lasse den Teig 10 – 15 für Minuten blindbacken

Durch was kann ich Rotwein im Kuchen ersetzen?

Um einen Rotweinkuchen Kinderfreundlich zu machen, kann man den Rotwein ganz einfach eins zu eins durch Milch oder Kirschsaft austauschen.

Wie Kirschen richtig andicken?

Wenn man heiße Kirschen für Waffeln, Milchreis, Kirschkompott oder als Kuchenbelag für die Schwarzwälder Kirschtorte benötigt, muss man sie allerdings vorher andicken. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. 

Kirschen können mit Speisestärke angedickt werden. Dazu rührt man circa 1-2 Esslöffel Stärke mit kaltem Wasser oder Kirschsaft glatt und erhitzt gleichzeitig ein Glas Kirschen im Topf. Ähnlich wie bei der Variante mit Puddingpulver wird die Stärke hinzugegeben, sobald die Kirschen kochen. 

Eine andere Möglichkeit, mit denen du Kirschen andicken kannst, sind Tortenguss, Pektin oder Agar-Agar. Das Prinzip ist dabei immer das Gleiche: Das Produkt sollte erst in die Kirschen eingerührt werden, wenn diese anfangen zu kochen. Anschließend kannst du die Masse zum Beispiel für einen leckeren Kirschkuchen verwenden. 


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