Schupfnudeln selber machen ist kein Hexenwerk – aber ein kleines Küchenabenteuer mit Suchtfaktor. Wenn du dich einmal daran wagst, wirst du nie wieder zur Packung im Kühlregal greifen. Versprochen! Ob zu Sauerkraut, Spinat-Sahne-Soße oder ganz klassisch in Butter geschwenkt: Mit meinem erprobten Grundrezept und ein paar goldwerten Tipps wirst du zum Schupfnudel-Profi – ganz ohne Stress und mit Geling-Garantie.

Zügig formen und gut bemehlen
Je länger der Teig liegt, desto klebriger wird er. Also: Hände bemehlen, losrollen und die fertigen Schupfnudeln auf ein gut bemehltes Brett legen.
Kartoffelsorte macht den Unterschied
Nimm am besten mehligkochende Kartoffeln – sie enthalten viel Stärke und machen den Teig schön bindig.
Gekocht mit Schale = weniger Wasser
Koche die Kartoffeln mit Schale, damit sie weniger Wasser ziehen. Nach dem Kochen schälen und sofort durch die Presse drücken, solange sie noch warm sind.
Mehlmenge nach Gefühl
Starte mit wenig Mehl und gib bei Bedarf mehr dazu. Der Teig soll weich sein, aber gut formbar – nicht klebrig, nicht trocken.
Nicht zu lange kneten!
Kurz und sanft reicht völlig. Zu viel Kneten macht den Teig zäh – und das will ja keiner.
Und wenn du jetzt Lust hast, mit deinem Teig gleich loszulegen, findest du im Blog jede Menge Ideen:
Wie wäre es mit Schupfnudeln mit Hackfleisch für ein herzhaftes Feierabendgericht oder Schupfnudeln mit Hähnchen in cremiger Spinat-Parmesan-Soße für die ganze Familie?
Du willst’s knusprig? Dann probier mal meine Schupfnudeln aus der Heißluftfritteuse – außen goldbraun, innen fluffig!
Oder du machst’s wie früher und genießt deine Schupfnudeln mit Apfelmus – ganz klassisch und sooo gut.


Das Herzstück guter Schupfnudeln ist der Teig – und der steht und fällt mit den Kartoffeln. Am besten eignen sich mehligkochende Sorten wie Bintje, Adretta oder Augusta. Sie enthalten viel Stärke, was dir hilft, die perfekte Teigkonsistenz zu erreichen – weich, geschmeidig, aber nicht klebrig.
Der Teig besteht aus:
Tipp aus dem Küchenstübchen: Ältere Kartoffeln sind trockener – ideal für die Teigzubereitung. Frische Kartoffeln enthalten mehr Feuchtigkeit und brauchen entsprechend mehr Mehl.


Jetzt kommt der spaßige Teil – das Formen! Teil den Teig in Portionen, rolle ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu etwa fingerdicken Strängen und schneide daumengroße Stücke ab. Diese rollst du zwischen den Handflächen spitz zu – wie kleine, zarte Röllchen.
Küchentipp: Hände leicht bemehlen und mit Gefühl rollen, nicht drücken! So behalten die Schupfnudeln ihre schöne Form und kleben nicht an.
Noch ein Tipp für alle, die mehr wollen: Probier unbedingt auch mal meinen Schupfnudel-Salat mit Balsamico-Dressing – perfekt für Gäste oder die Lunchbox!
Setze einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser auf. Wenn das Wasser siedet (nicht sprudelnd kocht!), gib die Schupfnudeln portionsweise hinein. Sie sinken ab – und wenn sie oben schwimmen, sind sie fertig! Dann mit einer Schaumkelle rausnehmen und am besten direkt in Butter goldgelb anbraten.
Du kannst sie aber auch auf Vorrat machen:
✨ Tiefkühltipp: Roh eingefroren auf einem Tablett vorfrieren, dann in Beutel umfüllen. So klebt nichts zusammen – und du hast immer hausgemachte Schupfnudeln parat!
Du willst gleich mehr machen und portionsweise einfrieren? Dann schau dir meine Tipps zum Schupfnudeln einfrierenan – damit klappt’s ohne Klumpen im Tiefkühler.
Du hast mein Rezept ausprobiert? Dann freue ich mich über eine Bewertung oder ein Kommentar!