Zitronenpudding selber machen ist für mich reine Sommererinnerung. Sobald es warm wurde, stand dieser Dessert-Klassiker bei meiner Oma in kleinen bunten Kristallschälchen auf dem Tisch.
Kein Päckle, keine künstlichen Farbstoffe – dieser Zitronenpudding kommt ganz ohne Tüte aus und braucht nur Milch, Eigelb, Speisestärke und richtig viel frische Zitrone. Nach 15 Minuten Rühren am Herd übernimmt der Kühlschrank die restliche Arbeit für dich. Hier bekommst du ein absolut gelingsicheres Rezept aus echten Zutaten.











Früher gab es Pudding bei mir ehrlich gesagt auch meistens aus der Tüte. Bis ich irgendwann gemerkt habe: Selbermachen ist absolut kein Hexenwerk. Du brauchst weder fertige Pulvermischungen noch Chemie. Im Grunde ersetzt du das gekaufte Tütenpulver einfach durch feine Speisestärke und echte Früchte.
Das Geheimnis an diesem Rezept ist das Zusammenspiel aus frischem Zitronensaft und der eingerührten Zitronenschale. Dadurch bekommt der Pudding seine schöne, natürliche gelbe Farbe und einen wunderbar sauren Kick, der im Sommer einfach guttut.
Du brauchst für Omas Rezept nur sechs einfache Grundzutaten aus dem Vorratsschrank. Achte bei der Auswahl aber unbedingt auf diese Punkte, damit das Ergebnis perfekt wird:
Das übrig gebliebene Eiweiß auf keinen Fall wegwerfen! Du kannst es einfrieren oder für Baisers und Plätzchen aufheben.


Bei der Zitrone bin ich echt pingelig: Reibe wirklich nur die dünne gelbe Schicht der Schale ab. Sobald du auf das Weiße darunter kommst, wird der Pudding bitter. Das schmeckt man am Ende sofort heraus. Nimm am besten eine feine Reibe und achte darauf, dass du nur Bio-Zitronen verwendest.
Rühre die Speisestärke zusammen mit dem Eigelb und den 100 ml kalter Milch in einer kleinen Schüssel komplett glatt, bevor das Gemisch in den heißen Topf wandert. Wenn du Stärke direkt in kochende Milch schüttest, hast du im Handumdrehen Klumpen.
Damit die Stärke bindet und der Zitronenpudding im Kühlschrank fest wird, muss die Masse im Topf unter ständigem Rühren einmal kurz aufblubbern. Sobald der Pudding andickt, nimmst du ihn direkt vom Herd.
Wer möchte, streut kurz vor dem Servieren noch ein paar frische Minzblätter über die Schälchen und ergänzt eine Zitronenscheibe. Ich habe Minze schon seit Jahren im Topf – früher auf dem Balkon, heute auf der Terrasse im Garten. Im Topf wuchert sie nicht so wild und du hast immer ein paar grüne Blätter griffbereit, die farblich perfekt zum gelben Zitronenpudding passen.


Das Beste an diesem Zitronenpudding: Er lässt sich entspannt vorbereiten. Morgens 15 Minuten investieren, nachmittags löffelfertig aus dem Kühlschrank holen.
Klar, das klappt problemlos. Der Pudding hält sich abgedeckt im Kühlschrank etwa 2-3 Tage frisch. Fülle ihn am besten direkt nach dem Kochen in Portionsschälchen und decke ihn mit etwas Frischhaltefolie ab, damit sich keine feste Haut bildet.
Damit Speisestärke ihre volle Bindekraft entfaltet, muss die Flüssigkeit im Topf einmal kurz richtig aufkochen. Sobald Blasen aufsteigen, dickt die Masse ein. Wichtig ist danach auch die Kühlzeit im Kühlschrank von mindestens 2 Stunden.
Ja. Das Eigelb sorgt vor allem für die cremige Mundfüllung und die schöne gelbe Farbe. Du kannst es einfach weglassen und die Milchmenge mit der Stärke genau wie im Rezept beschrieben aufkochen.
Wenn du zitronige und erfrischende Nachspeisen magst, probier unbedingt auch meine saftigen Zitronenkuchen vom Blech aus. Für heiße Sommertage ohne Backofen ist meine cremig-fruchtige Solero-Torte ohne Backen
eine tolle Idee. Und wenn es klassisch schichten sein soll, passt das frische Zitronentiramisu fantastisch zu deinem Kaffeeklatsch.


Du hast mein Rezept ausprobiert? Dann freue ich mich über eine Bewertung oder ein Kommentar!